Heimatverein Niederlangen 
     

 

Pättkesfahrt am 2. Juli 2017


Ich glaube, es gab in dieser Woche, in der die Regenmenge für einen Monat an nur einem einzigen Tag in wenigen Stunden vom Himmel gefallen war, keine bangere Frage als die nach der Wetterprognose für den kommenden Sonntag. Noch am Morgen des 2. Juli blickten die Verantwortlichen dieser Veranstaltung zweifelnd zum Himmel hinauf, an dem nach wie vor graue bis dunkelgraue Wolken zu sehen waren. Aber als gegen 13:00 Uhr die Zeit des allgemeinen Treffpunktes für die Radler aus Niederlangen und Niederlangen-Siedlung näher rückte, klärte es sich auf. Nach und nach wurde es heller, hier und da lockerten weiße Wolken das Blau des Himmels auf. Bei diesem Anblick hat das eine oder andere Dankgebet ganz sicher den Wettergott erreicht und 44 treue Radler ermuntert, kräftig in die Pedale zu treten.

Das heutige Ziel war die Mersmühle in Haren wo unsere Gruppe von Mitgliedern des örtlichen Heimatvereins erwartet wurde. Nach der verdienten Kaffeepause stellte der 1. Vorsitzende Ulrich Schepers den Verein und seine Aktivitäten vor und erklärte dann das Mühlen-Ensemble, das sich aus der restaurierten Mersmühle, einer Kappen-Windmühle aus dem Jahre 1825, dem Müllerhaus, dem 1809 errichteten Backhaus, der Wagenremise, der Fachwerkscheune und der Motormühle zusammensetzt. Der historische Brunnen, 1854 gegraben, und der für diese Region typische Bauerngarten sowie das Gelände mit einen Skulpturen-Garten runden das Gesamtbild ab.

Im Dachgeschoss des Müllerhauses befindet sich die große Mühlenausstellung mit maßstabsgerechten Mühlenmodellen aller Bauarten und der Darstellung des gangbaren Innenlebens eines Mühlenbauwerks. Insgesamt sind im Mühlenmuseum 50 Originalmühlen und Mühlenmodelle zu sehen.

Mit besonderem Nachdruck widmet sich der Heimatverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Haren seit 1977 dem Auf- und Ausbau des Mühlenmuseums unter dem Thema:

"Säen – Ernten – Mahlen – Backen" und "Vom Korn zum Brot".

Mit großem Interesse lauschten die Heimatfreunde den interessanten Ausführungen des 1. Vorsitzenden. Alle waren sich einig, es war ein aufschlussreicher Nachmittag, der die Mersmühle, an der alle auf dem Weg von Niederlangen nach Haren immer wieder vorbeifahren, in ein attraktives Licht gerückt hat.

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Bildunterschrift: Die Gruppe vor der Mersmühle in Haren

 


 

  Fast 3000 Besucher im Niederlanger Bürgerhaus


  Georg Hebbelmann und Martin Czolbe sind bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Niederlangen neu in den Vorstand gewählt worden.

Hebbelmann tritt die Nachfolge des bisherigen 2. Vorsitzenden Bernhard Gebbeken an, der für eine weitere Amtszeit nicht wieder antrat. Czolbe ergänzt die Führungsriege als Beisitzer. Vorsitzender Alfons Robbe wurde wiedergewählt. Bei Gebbeken bedankten sich die Heimatfreunde für dessen geleistete Arbeit.

Die zwölf Arbeitsgruppen des Vereins berichteten von den verschiedenen Aktionen und Ereignissen im abgelaufenen Vereinsjahr.

Hubert Albers von der Arbeitsgruppe „Historische Landwirtschaft“ informierte über den sechsten Heimat- und Naturfreundetag, bei dem Diplomingenieur Thomas Honnigfort die Ergebnisse eines Monitorings im Kapellenmoorgraben vorgestellt habe. Zudem kümmert sich der Arbeitskreis um die Pflege und Versorgung der Kühe und Rinder. „Eine besondere Freude bereit uns derzeit unser Nachwuchs “, so Albers. Der Heimatverein kümmert sich gezielt um denErhalt des Schwarzbunten Niederungsrindes.

  Die Schutzhütte im Kapellenmoorgraben sei immer noch ein beliebtes Ausflugsziel, berichtete Heinrich Schwarte. Das Ergebnis des Monitorings im Kapellenmoorgraben sei von den Verantwortlichen für die Hütte frühzeitig vorhergesehen und angemahnt worden. Die Entwicklung des Gebietes sowie die durchzuführenden Maßnahmen seien gemeinsam mit der Samtgemeinde Lathen und dem Heimatverein abzustimmen, hieß es. „Die Natur zu erhalten und die Stärkung der vorhandenen Tierwelt liegt den Verantwortlichen am Herzen“, sagte Schwarte.

Bernhard Behrens vom „Pättkesfahrer“-Team berichtete von drei nach seinen Worten gut besuchten Radtouren mit jeweils mehr als 40 Teilnehmern. Die nächste Fahrt ist am 2. Juli geplant.

Einen positiven Bericht gab auch Claus Borgards zum Thema Bauerngarten ab. „Alles wächst und blüht“, sagte Borgards.

Seit sieben Jahren wird die Geschichte der Puppen im Puppenmuseum präsentiert. Wie Museumsbetreiberin Ulrike Küppers berichtete, besuchen nicht nur aus der Umgebung viele Gäste das Museum. Im vergangenen Jahr waren 2099 angemeldete Besucher im Bürgerhaus „Alte Schule“. Als besonderes Ereignis fanden zwei standesamtliche Trauungen statt. Weiterhin hat das Puppenmuseum die Verlängerung der Auszeichnung Familienland Emsland erhalten.

Eine besondere Note verleihe dem Bürgerhaus die Veranstaltung „Klassik, Musik, Kuchen“, so Küppers weiter. Die Veranstaltung wird mit der Musikschule des Emslandes veranstaltet und sei im vergangenen Jahr sehr gut angenommen worden.

Für die Erstellung der 23. Jahresschrift dankte Vorsitzender Robbe Küppers sowie allen Beteiligten für deren Mithilfe. Es sei nicht immer einfach, pünktlich die Berichte aus den einzelnen Gruppen und Vereinen zusammenzutragen, so Robbe.

Von der Arbeitsgruppe „Schmiede“ berichtete Hermann Ottens, dass aufgrund großer Nachfragen die Besichtigung der alten Schmiede ab jetzt jeden zweiten Sonntag im Monat mit der Öffnung des Puppenmuseum möglich sei. Die Schmiedegruppe habe im vergangenen Jahr kleine Reparaturarbeiten für die Dorfgemeinschaft von Niederlangen erstellt und gefertigt. Demnach wurden Halterungen für die Weihnachtsbeleuchtung des Schützenvereins hergestellt, die Trainingstore des SV Langen erhielten Rollen und für die Kirchengemeinde wurden Gerätehalter entworfen und produzier 

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 Für seine Arbeit im vorstand des Heimatvereins dankten Bernhard Gebbeken (sitzend.links)die Vorstandsmitglieder (stehend.von links)Martin Czolbe Bürgermeister Hermann Albers Gerd Hagemann.Margret Ahrens.Hubert Albers.Hermann Garbs. Bernhard Behrens.sowie(sitzend.von links) Ulrike Küppers und Alfons Robbe. Foto:Andrea Schmees