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Grottenbau in der Siedlung

Entstehung und Bau der Mariengrotte am Prozessionsweg in Niederlangen-Siedlung.
Die ersten Siedler, die sich 1946/47 hier in vornehmlich provisorischen Behausungen inmitten eines unerschlossenen Moorgebietes ohne Strom- und Wasseranschluss und einer modernen, damals unvorstellbaren und heute nicht mehr wegzudenkenden Technik niederließen, bewiesen nicht nur Mut und Vertrauen in die eigene  Zukunft sondern sie bewahrten sich auch ihren festen Glauben an Gott. Unter seinem Schutz, mit seiner Hilfe und seinem Beistand - so war ihre Überzeugung - ist dieser Neuanfang, ein Neuanfang in einem Landstrich, wie es der Lindloher Bauer und Heimatdichter Heinrich Blanke 1938 beschreibt (Zitat): zu schaffen.
In dieser Moorwüste, wo früher das Auge nur Heide und Himmel sah, wo kein Baum und Strauch sich erhob, und nur vereinzelt am weißen Horizont die Siedlungen an der Ems und auf der Drente auftauchten, herrschte eine schaurige Öde, eine traurige Eintönigkeit und stilles Schweigen. Nur selten wurde dieses Schweigen unterbrochen durch aufbrausende Birkhühner und Sumpfhähne, welche diese Orte des Friedens liebten und aufsuchten.In relativ kurzer Zeit entstand mitten im Langer Moor eine kleine Ansiedlung, die jedoch durch ihre Lage  bedingt ständig einer gewaltigen Windkraft ausgesetzt war. Zum Schutz vor Wind und Wetter wurde durch eine große Baumpflanzaktion in den Jahren 1950 - ’56   in der Nähe der Schulbaracke der Schulwald angelegt. Förster Brandenburg pflanzte alljährlich mit den Schülern am Tag des Baumes Setzlinge. Mit dieser Maßnahme demonstrierte  er ihnen die Wichtigkeit der Bäume. Mit der Einweihung der Friedhofsanlage im Jahre 1956, der Kreuzaufstellung 1958, dem Neubau der St. Johannes-Kirche 1959  und der Errichtung der Friedhofskapelle 1973/74 bekam der Schulwald eine wichtige Bedeutung.  Im Rahmen der Dorferneuerung wurde der Prozessionsweg, bis dahin als Trampelpfad genutzt, mit Schotter und Kantsteinen befestigt, Ruhebänke luden zum Verweilen, eine elektrische Beleuchtung ermöglichte die Nutzung - auch in der dunklen Jahreszeit. Bald war der Weg,  der nicht nur für Prozessionen und bei Begräbnissen sondern auch als Spazier- und Wanderweg von der Bevölkerung genutzt wird, eine beliebte, gern genutzte Verbindung zwischen Kirche und Friedhof. Um 1995 stellten Dorfbewohner hier ein altes Wegekreuz auf. An seinem ursprünglichen Standort war es allen Wettern ausgesetzt. Mitglieder des Heimatvereins retteten es vor dem endgültigen Verfall. Im Mai 2008 wurde es durch Heinrich Schwarte, Bernd Gebbeken und Alfons Robbe -Mitglieder  des Heimatvereins Niederlangen – mit Hilfe von Sach- und Geldspenden in Eigenleistung restauriert und einige Meter weiter an einem günstigeren Platz wieder aufgestellt.  Während dieser Arbeiten reifte bei den dreien der Wunsch, zum Kirchenjubiläum von St. Johannes im Juni 2009 an diesem Weg, eine Mariengrotte zu errichten. Bei den Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins Niederlangen weckte diese Idee sofort großes Interesse. Der Kirchenvorstand, der Pfarrgemeinderat und die Gemeinde wurden von dem Plan informiert, ansässige Vereine, Gruppen und Kreise mit ins Boot genommen. Dank zahlreicher, großzügig eingegangener Material- und Geldspenden sowie einigen zuverlässigen, ehrenamtlichen Helfern konnte das Vorhaben schon bald in die Tat umgesetzt werden. Bernd Gebbeken erwies sich bei der Erstellung der Grotte als fachkundiger Planer und Organisator. In dem Holzschnitzer Hugo Gerdelmann aus Altenberge fanden die Heimatfreunde einen kompetenten Berater. Nach gründlicher Überlegung wählten sie drei Mutter-Gottes-Statuen aus, lichteten sie ab, stellten die Fotographien in der Kirche aus und ließen die Besucher und Besucherinnen der hl. Messe von St. Johannes entscheiden. Ihre Wahl fiel auf die im heutigen Stil gefertigte Madonna.Am Sonntag, dem 28 Juni 2009, wurde die Mariengrotte im Rahmen des 50-jährigen Bildquelle $bilddateiKirchenjubiläums von St. Johannes durch Maristenpater Hermann Wöste feierlich geweiht.  Die Vorstandsmitglieder des Niederlanger Heimatvereins  wünschen sich, dass die Mariengrotte für alle Betrachter zu einem Ort der Ruhe und Besinnung wird, dass sie immer wieder Trost gibt und für den Alltag neue Kraft spendet.
Nur 170 Arbeitsstunden waren nötig, um diese Mariengrotte in Eigenleistung zu erstellen. Allen freiwilligen Helfern ein herzliches Dankeschön!

  

  

  

  

Für ehrenamtliche Arbeitsstunden, sowie Sach- und Geldspenden zeichnen in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt: 

Albers, Agnea Albers, GerhardApelt, Ferdinand  Arling, Willi  Biesebos, van de Frans & Evelin  Bohse, Maria

Borutta, Ursela & Lothar  Boven, Bernhard Familie  Buchwald, Anna Bundt, Stephan Bürgerschützenverein Niederlangen

Dall, Hubert Davis, E. Determann, Paul  Deuling, Johannes  Eiken, Johann & Helene  Fa. Hoffmann

Gebbeken, Bernd  Gebbeken, Markus  Gerhard Ruten  Germer, Stephan  Grove, Maria  

Heimatverein Niederlangen, Vorst Henseler, Gerhard Holthaus, Johannes Holthaus, Konrad Hüsers,HermannJanssenHermannJendritzki, Klaus & Angelika Jönen, Heino Jönen, Helena Jürgens, Bernhard Familie Knevel

Kaletta-Gorniak, Ursula Kluthe Frank Knoll GmbH Kuper, Wilhelm  Küppers, Ulrike  Menke, Theodor Profi-Jasken

Reuter, Siegfried Robbe, Alfons Robbe, Reiner Röck, Dieter Rusche, Franz & Brigitte Schnasse, Frida

Schulten, Peter Alexander Schwarte, Heinrich Specken, Friedhelm Stein, Helena Stein, Manfred Terfehr, Maria

 Terfehr, Maria Thieben, Thekla Thien, Paul Uhlen, Ansgar Uhlen, Maria Vugt, van Gerrit Teunis Wathall, Rosemarie Wegezweckverband Wübben, Mathilde


 

 

 

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