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 Aktuell 1

 Heimatverein Niederlangen: Vorsitzender gibt Amt ab

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 Neuer  Kapitän am Bord                                       Von Andrea Schmees


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Niederlangen. Jubiläum für die Niederlangener Jahresschrift: Bereits zum 25. Mal erscheint „Neerlangen use Heimat“ in diesem Jahr. „Darauf sind wir stolz“, betonte Alfons Robbe, 1. Vorsitzender des Heimatvereins, bei der Präsentation der Jahresschrift in der Mehrzweckhalle Niederlangen.  

 


9.Naturfreundetag  

                                                                                                                                                                                                            von Hubert Albers   

Niederlangen: Naturschutz im Einklang mit Jägern und  Landwirtschaft

 In dem bis auf den letzten Platz besetzten Bürgerhaus „Alte Schule“ in Niederlangen, Schulstraße 1, referierte der Dipl. Forstingenieur Thomas Schomaker aus Werlte über den Naturschutz im Einklang mit Jägern und Landwirten. Sein Themenschwerpunkt lag bei der Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim e.V.
Mit dem Signal „Begrüßung“ eröffneten die Jagdhornbläser des Hegerings Lathen den Abend, zu dem der Arbeitskreis Historische Land- und Forstwirtschaft des lokalen Heimatvereins eingeladen hatte. Das brisante Thema wurde von den verantwortlichen Akteuren um Hubert Albers und seinem Team ganz bewusst gewählt. Es soll die Bevölkerung wachrütteln und aufklären.
Natur- und Heimatfreunde beobachten schon seit geraumer Zeit die negative Entwicklung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Derzeit gibt es in der Lebensqualität für Feldtiere, wie Rebhühner, Fasane, Feldlerchen, Kiebitze, Brachvögel, Störche, Schmetterlinge und einige Froscharten erhebliche Defizite. Bestände der Tiere in der Feldflur sind in den letzten Jahren deutlich geschrumpft, sie drohen sogar ganz auszusterben. Wie der Dipl. Forstingenieur sehr verständlich berichtete, hat sich aus dieser Sorge heraus der Biotop-Fonds Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim e.V. gegründet um zielorientierte Maßnahmen in der Fläche umzusetzen. Er zählt derzeit schon 5421 Mitglieder, die sich auf eine Fläche von 342.748 ha. verteilt. Wie Schomaker sagte, will der Biotop-Fonds mit verschiedenen Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Der anhaltenden Entwicklung soll entgegengewirkt werden mit Biotop-Verbesserungsmaßnahmen wie z.B.: Biotopvernetzen, Artenvielfalt wieder in die Fläche bringen,
nachhaltiges Handeln in Bezug auf Tier- und Pflanzenwelt sichern, Rückzugs- und Saumflächen anlegen und fördern, einjährige Blühstreifen ansäen, Prädatoren-Kontrolle, Verhinderung von Mäh-Tod, Nisthilfen und Insektenhotels anbringen, Anlage von Gewässern und Hage-Büschen, Wiederherstellung von Wegeseitenräumen und Gewässerrandstreifen, Wildunfallvermeidung, nur um einige unaufschiebbare Maßnahmen zu nennen. Für Landbevölkerung und Biotop -Fonds-Mitglieder gibt es viel zu tun, wie Dipl. Forstingenieur Thomas Schomaker zum Schluss seines Referats versicherte. Unter den Zuhörern entwickelte sich dann eine rege Diskussion, die die vorgezeichneten Auslegungen jedoch in vielen Punkten deutlich unterstrich.
Am Lagerfeuer und bei einem rustikalen Imbiss, zusammengestellt von Heimatfreund Norbert Küppers, klang der 9. Niederlangener Heimat- und Naturfreundetag aus.

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Schafbratenessen am 16.10.2019

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Schafbratenessen gab es diesmal eine Überraschung

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 Maritimer Chor Emstal eV war zur gast !

 


Konzert mit Kaffee und Kuchen am 22.9.2019

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Foto Hermann-Josef Döbber 

 Niederlangen. Im Bürgerhaus Alte Schule in Niederlangen hat am Sonntagnachmittag die 12. Auflage des Konzert Kaffee – Kuchen – Klassik stattgefunden. Zwölf Schüler der Musikschule des Emslandes zeigten, was wie drauf haben. Durch das Programm führte der stellvertretende Direktor der Schule, Franz Schulte-Huermann. Insgesamt acht Lehrkräfte waren dabei, um die Veranstaltung zu begleiten. Das gesamte Team sorgte dafür, dass die Musikfreunde im bis auf den letzten Platz besetzten Bürgerhaus einen kurzweiligen, genussvollen und unvergesslichen Nachmittag erleben konnten.Junge Talente der Musikschule des Emslandes musizieren zur Kaffeestunde.“ Unter diesem Motto hatte der Heimatverein eingeladen. Mehr als zweieinhalb Stunden spannten junge Sänger und Instrumentalisten einen  gemischten musikalischen Bogen mit Musik von der Renaissance bis in die Gegenwart. So manche Melodie war dabei, die dem einen oder anderen bekannt vorkam. Musikalische Weisen aus der Barockzeit waren ebenso vertreten wie Songs von noch lebenden Künstlern. Zu hören war unter anderem Musik für Klavier, Streicher, Zupfer und Gesang aus verschiedenen Bereichen wie Klassik, Musical oder auch Pop. Das Publikum sparte nicht mit Beifall.

 Ehepaar aus Rheinland-Pfalz unter den Besuchern                                                                                                                      Mit dem Konzertsatz für vier Violinen von Georg Philipp Telemann waren die Musikliebhaber begrüßt worden. Organisator Hans Albers, Vorsitzender des Heimatvereins Aschendorf-Hümmling, sagte zu Beginn ausdrücklich auch im Namen der Gemeinde, Bürgermeister Hermann Albers, Samtgemeindedirektor Karl-Heinz Weber und der Vorstandsmitglieder des das Konzert ausrichtenden Heimatvereins Niederlangen, dass man stolz sei, in dem Bürgerhaus mit seinem tollen Ambiente das Cafehaus-Konzert erneut durchführen zu können. Besonders willkommen geheißen wurde das Ehepaar Barske, das wie in den Vorjahren aus dem Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz anreiste, „um in Niederlangen dabei zu sein“, wie es hieß.

Schafbratenessen 17.10.2018 

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„Hausputz“ in Niederlangen

 

Über dreißig freiwillige Helfer und Helferinnen hatten sich, nachdem sie zeitgleich in Niederlangen-Siedlung und dem Altort mit Warnweste, Müllzange und Sammelsack ausgestattet waren, pünktlich um neun Uhr auf den Weg gemacht um ihr Dorf von achtlos weggeworfenem Unrat zu befreien. Andere waren mit Trecker, Wagen und Anhängern unterwegs um die vollen Säcke entgegenzunehmen. Über 10 Kubikmeter haben sie heute in den bereitgestellten Container, der an der Schutzhütte im Kapellenmoor deponiert war, entleert. Es ist immer wieder erstaunlich, was am Wege so alles zu finden ist. Lars, Davin und Heiko haben auf ihrem Streifzug durch den Wald eine ausgeschlachtete Gefriertruhe gefunden, die sicher schon eine Weile dort gelegen hat. Die ehemaligen Besitzer haben sie gründlich entkernt, will sagen: alles Brauchbare, was sich in irgendeiner Weise zu Geld machen ließ haben sie ausgebaut und das für sie wertlose Gehäuse weit in den Wald hinein getragen, statt es in einer Mülldeponie zu entsorgen. Doch den ehrenamtlichen Sammlern macht die Arbeit sichtlich Spaß. Alle Altersklassen haben an der alljährlich stattfindenden Aufräumaktion teilgenommen. In diesem Jahr hatten sich auch erstaunlich viele Jugendliche und Kinder daran beteiligt. Nach getaner Arbeit wurde der Tradition folgend wieder ein Baum, eine große grüne Reneklode, gepflanzt und dann konnten die freiwilligen Helfer das rustikale Büfett stürmen.

 Alfons Robbe, der 1. Vorsitzende des Heimatvereins, bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihren uneigennützigen Einsatz. Den Jagdgenossenschaften aus beiden Ortsteilen dankte er, dass sie sich wieder an den Kosten für die kraftvolle Brotzeit beteiligt haben.

 

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Bildunterschrift: die Riege der freiwilligen Helfer aus Niederlangen und Niederlangen-Siedlung vor dem beladenen Container.

 

 


 

 

Klönabend am 07.03.20.17

Eine ungleiche Partnerschaft – Baoji / Lathen – Reisen ins Land der Mitte

 

Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber stellte den Zuhörern in Bild und Ton das Land bzw. die Stadt Baoji vor. Durch das vorab aufgelegte Foto machte er zunächst den Größenunterschied der beiden Gemeinden deutlich. Hier die Samtgemeinde Lathen, bestehend aus sechs Mitgliedsgemeinden mit gut 11.000 Einwohnern, auf einer Fläche von rund 170 qkm und daneben Baoji in der Volksrepublik China gelegen. Der Weg dorthin beträgt rund 7500 km. Baoji ist etwa 100 Mal so groß wie unsere Samtgemeinde und umfasst eine Fläche von 18.721 qkm. Zu Beginn der Kontaktaufnahme, im Jahre 2010, lebten dort 3,8 Mio. Einwohner, die Tendenz ist weiter steigend. Baoji ist eine bezirksfreie Stadt in der Provinz Shaanxi mit deren Hauptstadt Xi‘, gelegen in einem Gebiet, das sicherlich zu den erdgeschichtlich bedeutenden Regionen gehört.

Die Verbindung nach China ist durch Herbert Tieben, Inhaber der damaligen Firma HYNOVA, die sich im Industriepark an der A 31 angesiedelt hatte, entstanden. Er hatte die chinesischen Geschäftsleute während einer Produktausstellung in Hamburg kennengelernt. Es entwickelte sich ein gemeinsames Geschäftsinteresse. 2012 kündeten sie einen Besuch in Deutschland – in Niederlangen – an. Um dem Geschehen einen gebührenden Rahmen zu geben, bat Herr Tieben die Lathener „Politik" die Gäste zu begrüßen, Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber und sein Stellvertreter sagten zu, auf die Schnelle verfassten sie einen sogenannten „Letter of intent" und empfingen die chinesische Delegation im Gründerzentrum an der A31. Die Begegnung war sehr positiv und entwickelte sich sehr schnell zu einer guten und freundschaftlichen Zusammenarbeit. Ostern 2012 folgten Vertreter der Samtgemeinde einer Einladung des Bürgermeisters von Baoji nach China um Möglichkeiten der Zusammenarbeit abzusprechen. Es ergab sich, dass eine neue Absichtserklärung unterzeichnet wurde. Nun folgten mehrere Besuche von chinesischen Delegationen, im Februar 2013 flogen Vertreter der Samtgemeinde Lathen zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde nach China. . Nach der feierlichen Besiegelung luden die Gastgeber ihre Gäste zu einem Ausflug in die Umgebung. Der deutschen Delegation war klar, dass sie sich in einer kulturhistorisch äußerst interessanten Gegend bewegte, doch das, was Lathens Partnerstadt Baoji mit großem Stolz präsentierte, ließ sie staunen.

Zunächst besuchten sie den berühmten Famen-Si-Tempel über dessen Ursprung zahlreiche Legenden bekannt sind. Der Bau der Pagode ist sicherlich in die Zeit zwischen 200 v. Chr. bis 200 n. Chr. zu legen. Der früheste historische Nachweis allerdings geht auf das Jahr 494 n. Chr, zurück. Das Famen-Tempelkloster gehört laut historischen Überlieferungen zu den bedeutendsten Heiligtümern des Buddhismus in Nordwest China. Ein weiterer Ausflug führte die deutschen Gäste nach Xiyang, nahe der alten Kaiserstadt Xi’an gelegen, zu der berühmten Terrakotta-Armee, die erst zufällig 1974

beim Bau eines Brunnens, der nach einer großen Trockenheit gegraben werden sollte, entdeckt wurde.

Alle Besuche wurden von den chinesischen Gastgebern mit besonderen Ereignissen und Höhepunkten gekrönt. Neben Gesprächen mit Vertretern der Handelskammer konnten sie bereits zwei Mal den Gouverneur der Provinz Shaanxi in seinem Regierungspalast besuchen, der in einem völlig abgetrennten Stadtteil angesiedelt ist. Shaanxi hat die Größe der Bundesrepublik und zählt etwa 40 Millionen Einwohner. Ein Besuch dort ist vergleichbar mit dem einer Visite bei dem Bundespräsidenten. Im Gegenzug haben die deutschen Vertreter es leider noch nicht geschafft mit einer hochrangigen chinesischen Delegation bis zum Landrat vorzudringen, das ist sehr schade.

„Aus diesen Kontakten", so Weber, „erhoffen wir uns natürlich auch wirtschaftliche Erfolge. Einige Vorhaben stehen im Raum, müssen jedoch noch ausgereift werden. Geplant ist der Bau eines Autohofes auf dem Gebiet des Industrieparks an der A31

2015 hat eine deutsche Abordnung an der Grundsteinlegung der ersten Fertigstellungshalle für Kolbenstangen und zur Zylinderproduktion in ShanYang teilgenommen. In China ist ein Joint-Venture Unternehmen gegründet worden, an dem auch Herbert Tieben beteiligt ist. Mittlerweile besteht die Absicht an zwei Standorten Fertigungsanlagen zu errichten, deren Ausmaße für uns unvorstellbar sind - sie werden eine Größe von 200 x 500 m, also 10 ha umfassen. Gemessen wird nicht wie bei uns in ha, sondern in qkm, gleichzeitig entsteht hier auch eine großzügige Wohnanlage mit allem Notwendigen für die Mitarbeiter."

Sprachbarrieren konnten durch Herrn Qi Li, einem deutschen Chinesen, der seit 12 Jahren mit seiner Familie in Hamburg lebt, sehr gut überwunden werden. „Aus unserer Sicht", so Herr Weber, „ist es eine sehr ungleiche Partnerschaft, doch die chinesischen Freunde umschreiben diese Verbindung immer sehr freundlich mit den Worten: „Eine Partnerschaft lebt nicht von der Quantität, sondern von der Qualität".

 

                  
 
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