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 Tunschere des Heimatvereins Niederlangen 2016                                Niederlangen. Diese Ehre kommt nicht jedem zuteil: Maria und Hermann Schmees haben zum Jahreswechsel eine Tunschere vom Heimatverein Niederlangen überbracht bekommen.   Die Überraschung war den Mitgliedern des Niederlangener Heimatvereins gelungen: Kurz nach Eintreten der Dunkelheit knallte es am Silvesterabend einige Male vor der Haustür von Maria und Hermann Schmees. Erstaunt schauten die beiden aus der Haustür, entdeckten jedoch nichts und schlossen sie wieder.Sie wollten in ihrem Wintergarten gerade den Tisch für die Gäste, mit denen sie den Jahreswechsel feiern wollten, herrichten, als es abermals knallte. Beim Hinaustreten entdeckten sie dann die Tunschere, die sie für ihre über viele Jahre ehrenamtlich geleistete Arbeit für den örtlichen Heimatverein erhalten hatten. Die Freude war groß: Mit allem hatten sie gerechnet, so Hermann Schmees, aber ganz bestimmt nicht mit einer Tunschere. Der Brauch war im Ort fast in Vergessenheit geraten, aber Mitglieder des Heimatvereins hatten ihn vor rund 15 Jahren neu entdeckt. Seitdem wird die Tunschere in der letzten Woche des Jahres von „fachkundigen“ Helfern gefertigt, bestückt und heimlich vor die Haustür verdienter Heimatfreunde gestellt. Maria und Hermann Schmees sind Mitbegründer des Vereins, der sich im Juni 1994 gebildet hatte. Wo sie gebraucht wurden, waren sie zur Stelle, bei der Tanzgruppe „Neerlänger Danzers“ waren sie ein verlässliches Tanzpaar, teilt der Verein mit. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit lag jedoch bei der Arbeitsgruppe Historische Land- und Forstwirtschaft, die unter der Regie von Hubert Albers in vielen Facetten die Arbeit und das Landleben der Vorfahren zeigt. Bei der historischen Kartoffel- und Getreideernte standen Maria und Hermann Schmees stets in der ersten Reihe. Mit Erfindergeist und handwerklichem Geschick sorgten sie dafür, dass alle Arbeiten nach alten Vorbildern reibungslos ablaufen konnten. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Seit „Schreiners Schmäe“, die kleine Schmiede, die früher an der Schmiedestraße ihren Stammplatz hatte, an ihrem neuen Standort an der Schulstraße steht, ist Hermann Schmees einer der Schmiedegesellen und fertigt immer mittwochs, zusammen mit seinen Mitstreitern, Reparatur- und kunstvolle  Eisenarbeiten 

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 Tunschere des Heimatvereins Niederlangen 2015 für Marianne Konen.

 

In diesem Jahr machte uns das Tunschere Überbringen eine ganz besondere Freude. Beim Basteln hatte uns Frau Stoll, Redakteurin des NDR 1 in Osnabrück, über die Schulter geschaut. Im Rahmen der Sendereihe „ Erhaltung alter Bräuche“ wird der Bericht am 1. Januar im Radio ausgestrahlt. Marianne Konen, langjähriges und verdientes Mitglied im Vorstand des Heimatvereins hatten wir für diese Ehrung, die stets am Silvesterabend überreicht wird, ausgewählt. Sie bekam sie als Dank für ihren stets unermüdlichen Einsatz, besonders für ihre Beiträge bei Veranstaltungen in Plattdeutscher Sprache. Und die Überraschung ist uns gelungen. Frau Konen konnte nicht glauben, dass sie diese besondere Auszeichnung bekommen sollte.

 

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von links, Ulrike Küppers, Liesbeth Wilkens, Margret Ahrens, Marianne Konen, Hubert Albers und Alfons Robbe

 


Tunschere 2014

 

Tunschere des Heimatvereins Niederlangen für Margret Ahrens

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Als es am Silvesterabend völlig unerwartet bei Margret Ahrens klingelte, konnte sie es nach Öffnen der Tür kaum glauben. „Womit habe ich denn eine Tunschere verdient?" Fragend schaute sie sich um und erspähte schließlich die kleine Gruppe des örtlichen Heimatvereins, die sich langsam aus der Dunkelheit löste. Alfons Robbe, der 1. Vorsitzende des Vereins, überreichte Margret Ahrens, die die Anlage des „Heiligenhäuschens" seit der Wiedererrichtung durch den Heimatverein Niederlangen im Jahre 1994 regelmäßig pflegt, die prächtig geschmückte Tunschere und bedankte sich bei ihr für ihren unermüdlichen Einsatz, den sie seit nunmehr 20 Jahren mit Hilfe weniger wechselnder Helfer stets zuverlässig und gewissenhaft geleistet hat. Übrigens, das erste „Heiligenhäuschen" wurde bereits 1730 auf dem Esch am Kirchweg nach Lathen und der Grenze zu Niederlangen errichtet. Seine interessante Geschichte, verfasst vom Altbürgermeister zu Oberlangen, Gerd Raming-Fresen, ist in der 21. Jahresschrift des Heimatvereins nachzulesen.

 

Tunschere 2013

Ehrengabe des Heimatvereins für Johanna und Heinrich Schwarte
Alter Brauch der „Tunschere“  neu belebt
Niederlangen. Das Tunschere basteln ist ein alter, bereits aus dem Mittelalter überlieferter Brauch, der in der Bevölkerung sogar heute noch vereinzelt gepflegt wird. Dieser Brauch hat sich auch in unserer Heimat erhalten. Alljährlich um die Jahreswende beschenken sich Nachbarn, Verwandte und Freunde mit der so genannten Tunschere. Diese Tradition hält der Heimatverein Niederlangen aufrecht und überbringt seit 1996 jährlich die kunstvoll geschmückte Tunschere an Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Gemeinwohl besonders eingesetzt haben. Am vergangenen Silvesterabend überraschten Mitglieder des örtlichen Heimatvereins die Eheleute Johanna und Heinrich Schwarte, die sich beide nachhaltig und mit großem Engagement ehrenamtlich für „ihren Ort“ eingesetzt haben. Wie der 1. Vorsitzende Alfons Robbe  am Silvesterabend bei der Übergabe der Tunschere betonte, war Heinrich Schwarte 20 Jahre Ratsvorsitzender in Niederlangen und ist zugleich erster und einziger Ehrenbürgermeister von Niederlangen. Ebenso hat er  über Jahrzehnte im Vorstand des SV Eintracht Neulangen und im örtlichren Heimatverein mitgearbeitet und war  über 8 Jahre deren erster Vorsitzender. Johanna Schwarte hat sich ebenfalls der Heimatarbeit verschrieben und ist seit ihrer Gründung in der Tanzgruppe „Neerlangener Danzers“ aktiv. Außerdem kümmert sie sich nach wie vor in hervorragender Weise um die Besuchergruppen im Bürgerhaus alte Schule sowie im Bereich des Kapellenmoorgrabens.
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Mitglieder des Heimatvereins bedanken sich bei Johanna und Heinrich Schwarte (Bildmitte) für Ihren herausragenden ehrenamtlichen Dienst: v.l.n.r. Alfons Robbe, Georg Husmann, Hubert Albers, Hans Albers und Ulrike Küppers vom Heimatverein Niederlangen.
  


 Tunscheere 2012

Schon, als die altbewährte und gut eingespielte Truppe die Tunschere gebastelt hatte, lag eine gewisse Spannung im Raum. Getuschel und diverse Zweiergespräche im Nebenraum brachten keine Klarheit. Seit Jahren war es so, dass die Tunscherenbastelgruppe am Abend der Fertigstellung beschloss, wer am Sylvesterabend mit dem beliebten Kleinod überrascht werden sollte. Grundsätzlich war es immer jemand, der nicht zum Vorstand gehörte. Just in diesem Jahr war alles anders. Erst am 30. 12. wurde das Geheimnis gelüftet und gleichzeitig auch die notwendigen Helfershelfer eingeweiht. Pünktlich um 18:00 Uhr böllerte es am 31.12. bei Husmann’s auf dem Hof. Skeptisch steckten Georg und Agnes Husmann vorsichtig die Köpfe aus der Tür. Als sie die Tunschere auf der Treppe im Hauseingang erblickten, war ihre Freude groß und den Heimatfreunden die Überraschung gelungen.Agnes und Georg Husmann waren viele Jahre ehrenamtlich in den verschiedensten Gremien der Gemeinde sowie Arbeitsgruppen des Heimatvereins tätig und stets zur Stelle, wenn Zupacken

Bildquelle $bilddateigefragt war. Agnes gehörte seit Gründung des Heimatvereins im Jahre 1994 zum Vorstandsteam und bekleidete bis Juni 2012 den Posten der Beisitzerin. Beide sind auch eifrige Tunscherenbastler, das erklärt die Spannung, die sich am Fertigungsabend im Bürgerhaus „Alte Schule“ aufgebaut hatte. Agnes, die im Juni 2012 nach 18 Jahren aus dem Vorstand ausgeschieden war, galt als Favoritin. Sie war an diesem Abend verhindert, aber ihr Mann Georg, der ebenfalls geehrt werden sollte, wirkte eifrig mit und sollte von der beschlossenen Überraschung natürlich nichts erfahren. Alles ging gut, zur großen Freude aller Beteiligten war ihnen die kameradschaftliche Überrumpelung geglückt.

 

 

Von links. Hermann Grüter, Agnes Husmann, Heinrich Schwarte, Elisabeth Wilkens, Hubert Albers,Ulrike Küppers und Georg Husmann


Große Freude am Olljaohrsaobend auf der Erdhütte in Niederlangen  2011

Pünktlich um 18:00 Uhr klingelte es bei Lambert & Wilma Kuper. Als der Hausherr erwartungsvoll die Tür öffnete, war zunächst Bildquelle $bilddateiniemand zu sehen, aber eine traditionelle Tunschere, die auf der Fußmatte stand, verriet die unerwarteten Besucher. Die Sylvesterüberraschung war den Heimatfreunden gelungen.In diesem Jahr hatten sie Lambert Kuper als würdigen Empfänger ausgewählt. Lambert, durch und durch ein Neerlänger Junge, im November 1928 auf der Horststraße geboren, hatte nach der Schule eine Tischlerlehre absolviert, machte seine Meisterprüfung und baute sich in Duisburg-Hamborn eine eigene Existenz auf. Seine Jäger- und Angelleidenschaft führte ihn Mitte der 60-ger Jahre jedoch wieder ins Emsland zurück. Er kaufte das alte Zollhaus an der Sustrumer Straße und baute es in den folgenden Jahren zu einem schmucken gemütlichen Heim aus. Zunächst nutzte er es nur als Wochenend- und Ferienhaus und träumte davon, irgendwann wieder ganz hier zu wohnen. Vor 20 Jahren machte er seinen Traum wahr und zog mit seiner Frau Wilma im alten Zollhaus ein  Als der Heimatverein 1994 gegründet wurde, gehörte Lambert zu den Pionieren. Er fehlte bei keiner Pättkesfahrt, auch alle anderen Angebote waren für ihn interessant, daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn seine Zeit es zulässt, (Lambert pflegt seine Frau, die nach einem Schlaganfall an den Rollstuhl gebunden ist)  mischt er auch in seinem hohen Alter noch kräftig mit.

Ulrike Küppers


Niederlanger 2010 Heimatfreunde pflegen das alte Brauchtum

Auch in diesem Jahr fiel es den Erbauern der mit Freude und handwerklichem Geschick gefertigten Tunschere nicht schwer, eine würdige Empfängerin auszuwählen. Am Sylvesterabend klingelten die Überbringer bei Leni Kanne in Niederlangen-Siedlung und überraschten sie mit dem traditionellen Präsent. Frau Kanne erhielt die Tunschere zum einen für ihren unermüdlichen Einsatz bei den „Neerlager Danzers“ – sie ist eine Tänzerin der ersten Stunde und hat bis heute weder einen Auftritt noch eine Übungsstunde versäumt. Zum anderen bekam sie das Kleinod  für ihre Arbeit im Dienste des Herrn. Seit 30 Jahren verrichtet Frau Kanne den Küsterdienst in der St. Johanneskirche. Bürgermeister und 1. Vorsitzender des Heimatvereins Niederlangen, Heinrich Schwarte, stellte in seiner kleinen Ansprache fest, dass sie in dieser Zeit rund 10950 Tage den Weg zur Kirche gegangen ist und diese für schätzungsweise 3900 Messen und Andachten nahezu 21900 Mal auf- und wieder zugeschlossen hat. Sichtlich erfreut nahm Leni Kanne  die Tunschere entgegen und bedankte sich herzlich bei den Heimatfreunden.

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Foto von links: Johann Hagemann, Ulrike Küppers, Heinrich Schwarte, Hans Albers, Leni Kanne und Hubert Albers

 

 

 

 

 

 


 

 
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