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 „Historische Landwirtschaft 

Die historische Hege von Land und Forst

Niederlangener Arbeitskreis züchtet seltene Rinder
Im Herbst des Jahres 2001 gründete sich die Gruppe „Historische Land- und Forstwirtschaft" im Heimatverein Niederlangen, die heute auch im Umwelt-und Naturschutz sehr aktiv ist.

Die erste größere Aktion war ejne historische Roggen­ernte mit Sense; Bicken und von Pferden gezogenen Ernte­maschinen. Es folgten jährli­che Klönabende über Butter­herstellung, Rindviehhaltung, Kartoffelanbau, Waldbewirt­schaftung in früheren Zeiten sowie fachbezogene Vorträge in Sachen „Natur- und Um­weltschutz". Wei­terhin werden jährlich unter Öko­logischen Ge­sichtspunkten Speisekartoffeln angebaut, die dann jeweils im Herbst „wie in al­ten Zeiten" geern­tet werden. Die Kartoffeln werden dann auf dem Lathener „Agenda­stand" vermarktet; der Erlös kommt Straßen kindern zugute. Schon seit mehreren Jahren betreibt die Lokale Agenda der Samt­gemeinde auf dem Wochenmarkt ei­nen Stand mit „fair gehandelten" Waren. Hier ist das traditionelle Kartoffelfest Herbst eines jeden Jahres zu einer besonderen Attrak­tion geworden.

Im Laufe der Jahre hat sich für die aktiven Mitglieder die­ser Arbeitsgruppe um Hubert Albers ein neuer Kristallisati­onspunkt herausgebildet: Der Niederungsbereich des Kapel­lenmoorgrabens in Niederlan­gen, In Zusammenarbeit mit der Teilnehmergesamtheit der Flurbereinigung Niederlangen und den emsländischen Be­hörden hat hier die Samtge­meinde rund 50 Hektar ehemals intensiv genutzte land­wirtschaftliche Flächen aus der Bewirtschaftung herausge­nommen. Unter der Federfüh­rung der Agrarstrukturverwaltung wurden im Projektgebiet Kleinstgewässer angelegt, Flä­chen der natürlichen Sukzes­sion überlassen oder in exten­sives Grünland umgewandelt. Mit dieser großzügigen Re­naturierung des Gebietes er­brachte die Samtgemeinde un­ter Regie von Samtgemeinde­bürgermeister Karl-Heinz We­ber unter Ökologischen und ökonomischen Gesichtspunk­ten für den Industriepark an der A 31 den notwendigen Ausgleich nach dem Niedersächsischen Naturschutzge­setz. In über 1000 freiwilligen Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern der AG „His­torische Landwirtschaft" eine Informations- und Raststätte mit Naturbeobachtungsstation erstellt. Ein Jahr später wurde dann von den Mitgliedern ein Rinderunterstellstand .errichtet. In der Informationshütte informiert die aktive Gruppe des Niederlangener Heimat­vereins über die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Flora und Fauna haben das neue Biotop im Niederungsbereich des Kapellenmoorgrabens be­reits gut angenommen.

Auch die Mitglieder der Ar­beitsgruppen haben in diesem Areal eine extensive Grün­landfläche von rund 5 Hektar erhalten. Hier wird unter Fe­derführung der Heimatvereinsmitglieder Bernhard Gebbeken und Gerhard Albers die im Bestand gefährdete und im Emsland ehemals heimische Rinderrasse liebevoll versorgt. In Deutschland gibt es nur noch 5-6 Betriebe, die diese seltenen schwarz-bunten Nie­derungsrinder züchten.

 Besonders erfolgreich wa­ren die Mitglieder der Arbeits­gruppe in den letzten Jahren mit einem „Historischen Waldtag'" auf der Niederlange­ner Erdhütte vor über 300 Zu­schauern. Hier wurden Wald­arbeiten wie vor 100 Jahren demonstriert und eine Wildtierausstellung gezeigt. Neben den jährlichen „Pflichtaufgaben." soll in diesem Jahr nach den Worten des Arbeitskreis­sprechers Hubert Albers auch eine historische Torfgewin­nung organisiert werden

Niederungsrinder werden nur noch in wenigen Betrieben in Deutschland gezüchtet.

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Beim historischen Waldtag zeigen die Mitglieder, wie früher gearbeitet wurde.
    

 

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