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 Pressespiegel

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Flüchtling besuchte Museum: Puppe nach 65 Jahren in Niederlangen Niederlangen. Vor rund 65 Jahren hatte eine Frau ihre Puppe bei der Flucht auch Schlesien zurücklassen müssen, im vergangenen Jahr hat sie sie im Puppenmuseum in Niederlangen wiedergefunden. Das ist nur eine von vielen Geschichten, die Museumsleiterin Ulrike Küppers zu ihren hunderten von Puppen zu erzählen hat. Ihr Name ist Annemarie. Vor vielen Jahren lag sie unter dem Tannenbaum von Luises Familie. Die Puppe und das Mädchen verbrachten viele schöne Jahre zusammen. So beschreibt es Museumsleiterin Ulrike Küppers in ihrem Buch „Geschichten aus der Puppenstube“. Dann kommt die Geschichte ins Rollen. „...bis zu dem Tag, als plötzlich alles Hab und Gut auf Wagen verladen wurde und die Familie Haus und Hof verlassen musste“, schreibt Küppers. Luise und Familie mussten aus Schlesien fliehen. Das Kind packte seine Annemarie ein. „Doch die Mutter nahm die Puppe wieder heraus und füllte den Platz mit Wurst und Brot“, heißt es weiter im Buch.

 Museumsgast findet „Annemarie“ nach rund 65 Jahren wiederDie Mutter versicherte ihrer Tochter, dass der Auszug nur vorübergehend sei und sie ihre Puppe bei ihrer Rückkehr unversehrt vorfinden werde. Doch das stimmte nicht. Im vergangenen Jahr, 70 Jahre nach dieser Geschichte, kam eine ältere Dame ins Puppenmuseum nach Niederlangen und verharrte vor einer der Vitrinen. „Bitte, können Sie mir die Puppe einmal herausnehmen?“, habe die Frau gefragt. Küppers gab die Puppe der Frau, die am Bein der Stofffigur nach einem Tintenfleck zu suchen begann, den sie ihr damals versehentlich verpasst hatte. „Sie nahm das Püppchen in die Hand, hob vorsichtig das Röckchen hoch und musste sich setzen“, schreibt Küppers, die heute über diese Szene sagt: „Das war rührig hoch drei.“ Die Dame habe unter Tränen gesagt, sie wolle ihre Annemarie nun häufiger im Museum besuchen. Sie ist bis heute nicht wieder dort gewesen.                            Küppers hat zu jeder Puppe eine Beziehung

Die Geschichte von Luise und ihrer Puppe Annemarie ist nur eine von 16, die Küppers aufgeschrieben hat - und das ist nur Band eins, der zweite ist bereits in Arbeit. „Jede Puppe hat eine Geschichte“, sagt die 71-Jährige. Und zu jeder Puppe habe sie eine Beziehung. Zum Beispiel zu Bärbel. Als Kind habe sie vier Puppen gehabt und sie als junge Frau verschenkt. Bei einem Flohmarktbesuch - das war 1977 - stieß sie auf eine ähnliche Puppe. Seitdem habe sie der Gedanke getrieben, das kleine Mädchen aus Zelluloid wiederzubekommen - mit Erfolg. Es blieb nicht bei Bärbel. Hunderte Puppen hat sie inzwischen. Doch: „Bärbel ist die Chefin aller Puppen, aber ich glaube, sie ist eine liebe Chefin“, meint Küppers. Sie sagt, Puppen werden nicht gemacht, sondern geboren. Sie hätten einen Lebenslauf.„Putz“ feiert seinen ersten Geburtstag 2015 zum 85. Mal           Putz zum Beispiel. Die Figur soll einen einjährigen Jungen darstellen. Küppers hat ein Geburtstagsszenario drumherum aufgebaut: „Er feiert in diesem Jahr zum 85. Mal seinen ersten Geburtstag“ - so alt ist Putz nämlich in Wahrheit, so wie die zwei im Kasten nebenan, wo ebenfalls tagtäglich Geburtstag gefeiert wird: „Oma und Enkel sind beide 100 Jahre alt.“

Im Frühjahr übrigens hat Küppers ihren Hans, eine der vier Puppen aus Kindertagen, wiedergefunden. Weil sie ihn gesucht hat. Sie kann einfach nicht anders: „Ich habe ein Puppenherz, immer schon gehabt. Bei mir ist eine Schraube nicht nur locker, die ist doll gedreht“.


 Pressemitteilung der Ems-Zeitung Von Andrea Schmees

25.5.2014

NIEDERLANGEN. Ulis Pup­penstube" im Bürgerhaus Alte Schule in Niederlangen ist vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium als besonders kinder- und fami­lienfreundlich ausgezeich­net worden und trägt nun die Zertifizierung Kinder­ferienLand Niedersach­sen".

 

n rund 50 Kriterien der Kategorien Service, Sicher­heit und Ausstattung wurde „Ulis Puppenstube" auf Herz und Nieren geprüft und darf sich nun mit dem „Kinder­ferienLand Niedersachsen"-Logo schmücken.

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„Dass Kinder bei uns im­mer willkommen sind, das war schon vorher klar", so Ul­rike Küppers vom Heimat­verein Niederlangen. „Aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Wir möchten, dass sich alle Besucher, klein und groß, bei uns rundum wohl­fühlen. Die Zertifizierung freut uns sehr, sie ist eine Be­stätigung für unsere Arbeit."

In der Puppenstube sind mehr als 700 Puppen aus der Zeit von 1860 bis 1960 ausge­stellt. Der Besuch ist eine Zeitreise durch die Geschich­te der Puppenwelt. „Bei so vielen verschiedenen Puppen lacht ein jedes Kinderherz", so Küppers. Mit Jugend- und Kindergruppen führt sie ein Puppen-Such-Rätsel durch.

In Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Reise­regionen sowie der Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande bietet die „TourismusMarketing Niedersachsen GmbH" seit Oktober 2011 eine Zertifi­zierung für Anbieter von kin­der- und familienfreundli­chen Unterkünften, gastro­nomischen Einrichtungen sowie Freizeit- und Erlebnis­parks an. Für jede der drei Kategorien existiert ein um­fangreicher Kriterienkata­log. So machen Beherber­gungsbetriebe Angaben zum Wohn-, Schlaf- und Spielbe­reich, bei gastronomischen Einrichtungen werden Details zum speziellen Speisen­angebot für Kinder abge­fragt. Freizeit- und Erlebnis­einrichtungen geben Aus­kunft über den Spielbereich. In jedem Katalog sind außerdem Fragen zur Sicherheit, zum Service und zu den Sanitäreinrichtungen enthalten. Die Kriterien stel­len einen Mindeststandard für einen Familienurlaub dar.

Alle Betriebe werden bei einer Besichtigung durch ei­nen unabhängigen Prüfer unter die Lupe genommen. Die Teilnahme an dieser Zertifizierung ist freiwillig und hat eine Gültigkeit von drei Jahren.

Anmeldungen für Führungen in der Puppenstube nimmt Ulrike Küppers unter der Telefonnummer 0 59 337 92 36 42 entgegen.


Pressemitteilung der Ems-Zeitung

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Pressemitteilung der Ems-Zeitung vom 06.04.2013

Mit Puppen auf Zeitreise
Mehr als 700 Exponate in Museum in Niederlangen ausgestellt

pef Puppen kommen nicht aus der Mode, gehen aber mit der Mode. Das zeigt eine Ausstellung im Niederlanger Heimathaus: In der Puppenstube sind 700 Exponate aus der Zeit von 1860 bis 1960 in den Glasvitrinen aufgebaut.

Ein Besuch in dem Museum ist gleichzeitig eine Zeitreise durch die Geschichte. Ulrike Küppers, die Betreiberin der Puppenstube, sammelt seit 1977 historische Puppen. Mehr als 700 Stück hat sie bereits gesammelt, viele kamen in den letzten drei Jahren hinzu. Gefunden hat die Sammlerin diese auf Flohmärkten und Puppenbörsen – dort lassen sich solche Unikate auftreiben. Ihre erste Puppe bekam Küppers viel früher: 1947 bekam sie ihre erste Puppe von der Mutter geschenkt, aus der Manufaktur Schildkröt. Es war der Anfang der stetig wachsenden Sammlung. Auch die über 70 Jahre alte Schildkröt-Puppe ist im Museum ausgestellt, denn diese sei zur damaligen Zeit etwas Besonderes gewesen, so Küppers. Es ist zwar nicht die einzige dieser Art, die der Puppenhersteller produziert hatte, doch da die Gesichter alle handbemalt sind, sei im Prinzip jede davon ein Einzelstück. So wie dieses Ausstellungsstück, entführen viele der Exponate in eine andere Zeit: In einer Vitrine sind Krankenschwesterutensilien von 1964 zu sehen. Küppers, die selbst als Krankenschwester gearbeitet hatte, verzierte die Puppe mit Spritzen und Mullbinden aus ihrer Ausbildungszeit. Die Puppe aus den Sechzigern ist noch mit dem typischen weißen Häubchen bekleidet. Und genau wie dieses Stück gewähren auch die anderen Ausstellungsstücke einen Einblick in Mode und Stil der vergangenen Jahrzehnte. So wie die Puppe am Eingang des Heimathauses, die einen Schultornister trägt, wie ihn viele Ältere noch aus ihrer Schulzeit kennen. Zu dieser und jeder anderen Puppe kann Küppers eine Geschichte erzählen. Die Idee für das Museum hatte sich im Laufe der Zeit entwickelt. Zu Beginn waren die Puppen auf dem heimischen Sofa platziert und mussten, wenn Besuch kam, zur Seite geräumt werden. Bald hatte sich die Sammlung über das Sofa hinaus ausgebreitet, und die Puppen erhielten einen eigenen Raum. 2011 ist die alte Schule in Niederlangen eröffnet worden. Die Gemeinde hatte im Vorfeld das alte Gebäude zurückgekauft und wollte daraus etwas Besonderes machen. Küppers, die seit Jahren Schriftführerin im Heimatverein ist, unterbreitete der Gemeinde den Vorschlag dort ein Puppenmuseum einzurichten. Auf diese Weise ist die Puppenstube in Niederlangen entstanden. Der Erhalt des Museums wird durch Besucherspenden finanziert. Einmal im Monat findet zudem ein Puppencafé statt. Organisiert wird es von Küppers und den Freunden des Puppenmuseums. Geöffnet ist die Puppenstube am 14. April und 5. Mai. Sonderführungen können jederzeit mit Ulrike Küppers unter Tel. 05933/923642 vereinbart werden.

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Ulrike Küppers sammelt Puppen. Foto: Penelope Friebel

 

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