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   Pättkesfahrt  2014    ertrewzzwuzt

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AG-Pättkesfahrer.  Bernd Behrens,Laurenz Santen und Hermann Hüntelmann.


 

3. September, 3. Pättkesfahrt

Von Ulrike Küppers


Sonnig, gemäßigte Temperaturen und ein blauweißer Himmel machten Lust, sich auch für die dritte Pättkesfahrt auf das Rad zu setzen und die genannten Treffpunkte anzusteuern. Das heutige Ziel war der Metallverarbeitende Betrieb Kandziora im Industriegebiet an der A 31. Rund 55 Pedalritter waren neugierig, was sich wohl hinter dem schmucken Gebäude, rechts, direkt an der A 31 in Richtung Leer gelegen, verbirgt. Etliche hatten sich das während der Vorbeifahrt immer mal wieder gefragt. Heute sollte das Geheimnis gelüftet werden. Und die Heimatfreunde staunten nicht schlecht, als sie nach dem Kaffeetrinken von Dieter Kandziora durch die blitzsauberen Produktionshallen geführt wurden. Metallverarbeitung wird von Laien eigentlich mit Fett, Öl und Schmiere in Verbindung gebracht. Hier erlebten sie ganz genau das Gegenteil. Alles lag ordentlich, gut sortiert und vor allem sauber an seinem Platz, sodass auch eine blütenweiße Jeans keinen Schaden nehmen konnte. (genaueres über diese Firma ist im Jahrbuch 2016, Seite 30/31 nachzulesen)

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Nach dem obligatorischen Gruppenfoto, dass vor dem großen Eingangsportal gemacht wurde, nahmen die Radfahrfans Kurs auf die Schutzhütte am Kapellenmoor, wo Grillmeister Martin Czolbe bereits die Grillkohle angezündet hatte und die ersten Würstchen und Kottelets schon auf hungrige Mäuler warteten. In zufriedener, ausgelassener Runde genossen alle Mitfahrer diesen wunderschönen Spätnachmittag. Es war ein rundum harmonischer Tag, der sich mit einem herrlichen Sonnenuntergang verabschiedete. An dieser Stelle will ich im Namen aller Pättkesfahrer dem Team um Bernd Behrens, das diese Fahrten stets bestens organisiert ein verdientes Dankeschön aussprechen. Und, da bin ich mir sicher, freuen sich alle auch schon auf die kommende Saison, wenn es wieder heißt: „Auf’s Rad und los geht’s“.

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Pättkesfahrt am 2. Juli 2017

 


 

Ich glaube, es gab in dieser Woche, in der die Regenmenge für einen Monat an nur einem einzigen Tag in wenigen Stunden vom Himmel gefallen war, keine bangere Frage als die nach der Wetterprognose für den kommenden Sonntag. Noch am Morgen des 2. Juli blickten die Verantwortlichen dieser Veranstaltung zweifelnd zum Himmel hinauf, an dem nach wie vor graue bis dunkelgraue Wolken zu sehen waren. Aber als gegen 13:00 Uhr die Zeit des allgemeinen Treffpunktes für die Radler aus Niederlangen und Niederlangen-Siedlung näher rückte, klärte es sich auf. Nach und nach wurde es heller, hier und da lockerten weiße Wolken das Blau des Himmels auf. Bei diesem Anblick hat das eine oder andere Dankgebet ganz sicher den Wettergott erreicht und 44 treue Radler ermuntert, kräftig in die Pedale zu treten.

 

Das heutige Ziel war die Mersmühle in Haren wo unsere Gruppe von Mitgliedern des örtlichen Heimatvereins erwartet wurde. Nach der verdienten Kaffeepause stellte der 1. Vorsitzende Ulrich Schepers den Verein und seine Aktivitäten vor und erklärte dann das Mühlen-Ensemble, das sich aus der restaurierten Mersmühle, einer Kappen-Windmühle aus dem Jahre 1825, dem Müllerhaus, dem 1809 errichteten Backhaus, der Wagenremise, der Fachwerkscheune und der Motormühle zusammensetzt. Der historische Brunnen, 1854 gegraben, und der für diese Region typische Bauerngarten sowie das Gelände mit einen Skulpturen-Garten runden das Gesamtbild ab.

 

Im Dachgeschoss des Müllerhauses befindet sich die große Mühlenausstellung mit maßstabsgerechten Mühlenmodellen aller Bauarten und der Darstellung des gangbaren Innenlebens eines Mühlenbauwerks. Insgesamt sind im Mühlenmuseum 50 Originalmühlen und Mühlenmodelle zu sehen.

 

Mit besonderem Nachdruck widmet sich der Heimatverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Haren seit 1977 dem Auf- und Ausbau des Mühlenmuseums unter dem Thema:

 

"Säen – Ernten – Mahlen – Backen" und "Vom Korn zum Brot".

 

Mit großem Interesse lauschten die Heimatfreunde den interessanten Ausführungen des 1. Vorsitzenden. Alle waren sich einig, es war ein aufschlussreicher Nachmittag, der die Mersmühle, an der alle auf dem Weg von Niederlangen nach Haren immer wieder vorbeifahren, in ein attraktives Licht gerückt hat.

 

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Bildunterschrift: Die Gruppe vor der Mersmühle in Haren 

 


 

Pättkesfahrt am 28. Mai 2017

 Schon in der Nacht war das vorausgesagte Unwetter über Niederlangen hinweggezogen, am Morgen schien die Sonne, wie allseits gewünscht, vom blauen, fast wolkenlosen Himmel. 

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Zur vereinbarten Zeit schwangen sich 44 muntere Radler an den bekannten Startplätzen auf ihren Drahtesel und trafen sich bei der Autobahnmeisterei in Niederlangen in Höhe der Erdhütte aufeinander. Ab hier rollte die Gruppe gemeinsam über Sustrum, Fresenburg und Melstrup nach Lathen. Ihr Ziel war das ehemalige Betriebsgelände des früheren Gastronomieservice - Unternehmers Antonius Köttker im Industriegebiet Hermann Kemper Straße 4, in das der Verein „Helpings Hand“ unlängst von Dörpen kommend eingezogen ist. 17 Privatleute haben das Anwesen gekauft und dem Verein „Helping Hands“ zur Verfügung gestellt. In 10 Jahren wollen sie den Betrag getilgt wissen. Hansi Brake und seine Mannen dürfen die großen Hallen indess unentgeltlich nutzen, einzig die Kosten für Wasser und Strom müssen sie aufbringen.

Nehmen füllt die Hände, geben füllt das Herz.

Hansi Brake, allen als Helfer in der Not bekannt, organisiert seit vielen Jahren halbjährlich Hilfsgütertransporte nach Rumänien. Seine stattliche Figur und sein sicheres Auftreten verschaffen ihm den notwendigen Respekt und öffnen ihm auch manchmal in brenzlichen Situationen Tür und Tor. „Nur mit einem gewissen Maß an Disziplin und vor allem verlässlichen Mitstreitern lässt sich so ein gigantisches Vorhaben verwirklichen“, versichert Hansi Brake den Heimatfreunden, für die die Tische heute liebevoll gedeckt waren, der Kaffee duftete und der Kuchen zum schlemmen einlud. Nach der anstrengenden Fahrt über die landschaftlich schöne Strecke ließen sie sich hier verwöhnen, während der Chef von seiner Arbeit berichtete. Anschließend waren alle zu einem interessanten Rundgang eingeladen, bei dem sie mit der unbeschreiblichen Armut der Menschen in Rumänien konfrontiert wurden. Es ist beschämend: was für uns mehr als eine Selbstverständlichkeit darstellt betrachten diese Leute als großes Geschenk. Vielleicht sollten wir in unserer Wegwerfgesellschaft mal darüber nachdenken.

Durch den Umzug von Dörpen nach Lathen fällt, bedingt durch die Entfernung, ein großer Spendenbereich weg, wir alle sind aufgerufen die Organisation „Helpings Hands“ in unserer Region bekannt zu machen und haben versprochen, es zu tun.

Als Dank haben die Pättkesfahrer eine beachtliche Summe zusammengetragen, die Hansi Brake als Grundstock für sein Kinderheimprojekt in Rumänien nutzen will. In der Wohnstatt gibt es weit und breit kein fließendes Wasser, diesen Luxus möchte er dem dortigen Priester und „seinen“ Kindern mit den Spendengeldern ermöglichen.


Hansi Brake Telefon: 04963-990 368 oder Handy: 0176-960 280 84.

Mail: hansi.brake@gmx.de. Oder besuchen Sie ihn in Lathen, an seinem neuen Standort!

 

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Bildunterschrift: Bernd Behrens, links, übergibt Hansi Brake die Spende der Heimatfreunde.

 


 

 Pättkesfahrt am 25. Mai 2016



Das Ziel unserer heutigen Pättkesfahrt, zu der sich bei den widrigen Wetterverhältnissen 25 Radler aufgemacht hatten, war der alte Ortskern Wahn, von dem die erste Markteinteilung bereits in den Jahren 1861-63 erwähnt ist. Während der nationalsozialistischen Herrschaft zwischen 1937 – 1943 musste Wahn von der Landkarte verschwinden, weil es dem Vorhaben, den Kruppschen Schießplatz bei Meppen, der seit 1877 dort genutzt wurde zu erweitern. Bereits 1916 gab es hier einen Zwischenfall, der glücklicherweise glimpflich ausgegangen ist. Am 16. Oktober 1916 wurde auf dem Kruppschen Versuchsschießplatz mal wieder eine Granate abgeschossen, die ihre errechnete Flugbahn verließ und Wahn erreichte. Sie durchschlug das Dach des Pfarrhauses und landete in einem Aktenschrank, die Splitter zerschrammten dem Pastor das Gesicht. Aber Pfarrer Barenkamp (1861–1919) war ein kaisertreuer Mann; meinte, es sei alles halb so schlimm, Artillerieübungen müssten ja sein.

 

Er ahnte nicht, dass 25 Jahre später sein ganzes Dorf in Schutt und Asche liegen würde – zerstört, nicht durch weiteren Mörserbeschuss, sondern durch einen Dreizeiler im Reichsgesetzblatt. Adolf Hitler hatte 1936 den Befehl zu der Auslöschung des Ortes sowie der Umsiedlung der Bewohner gegeben.

 


 

An dem neu errichteten Pavillon, der inzwischen dort auf dem Gelände steht, erwartete uns Wilhelm Maßbaum, der uns schon beim Klönabend im März die Geschichte des unfreiwillig untergegangenen Ortes erzählt hatte. Heute wollten wir das Geschehene vor Ort erkunden, wollten auf den Spuren der Vergangenheit wandeln und den Flair von damals spüren.

 

Wilhelm Maßbaum ist einer der Initiatoren, die seit 2006 das Erlebte der Vergangenheit sichtbar machen. Auf einem circa 2,5 km langen, von ihnen angelegten Rundweg kann man durch das Dorf schlendern, mittels aufgestellter Tafeln lassen sich die alten Höfe zuordnen. Alte Namen lassen die Vergangenheit lebendig werden.

 

Als ganz ein ganz besonderes Highlight ist die Freilegung der Grundmauern des „Emslanddomes“, wie die St. Antonius Kirche wegen ihrer Größe liebevoll betitelt wurde, zu vermerken. Heute sind die Umrisse in ihrer ursprünglichen Größe wieder gut zu erkennen.

 

Die alte Antonius Kirche stammte aus dem Jahre 1746. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche zu klein. Pfarrer Dechant Barenkamp (* 1861; † 1919) und sein Nachfolger Reckers initiierten einen Neubau. Nach der Fertigstellung 1926 war sie 37 Meter lang und bot 652 Kirchenbesuchern einen Sitzplatz. 1931 ragte auch der neue Kirchturm in den Himmel.

 

Leider konnte das erhabene Bauwerk nicht lange genutzt werden. Schon 1942 war das Aus besiegelt. Zum Abschiedsgottesdienst trafen sich 800 Wahner in der Antonius Kirche. Danach wurde die Kirche entweiht und ebenso wie das Dorf abgerissen, um den Krupp’schen Schießübungsplatz zu erweitern. Wenn man heute zwischen den Ausgrabungen steht, lassen sich das Leid, der Kummer und die Not, die diese zwangsverordnete Umsiedlung den Menschen beschert hat wirklich nur ansatzweise erahnen.

 

In einem Infopavillion vermittelt ein künstlerisch gestaltetes Modell einen Eindruck von der Größe des Dorfes und in Wort, Bild und Karte wird die Geschichte beschrieben.

 


 

Wilhelm Maßbaum führte uns auch auf den Wahner Friedhof, der im Rahmen einer Führung durch das Gelände besucht werden kann.  Nur die Toten durften bleiben, sagt er: Die letzte Beerdigung auf dem Friedhof von Wahn fand im März 1942 statt. 

 

Zu einem Gottesdienst unter freiem Himmel trafen sich 2007 nach der Freilegung der Umrisse abermals rund 800 Menschen.

 

Zum Gedenken an das ehemalige Dorf Wahn findet alljährlich – immer am 3. Sonntag im Juni – das traditionelle „Wahner Treffen“ statt. Es beginnt am frühen Nachmittag mit einer gemeinsamen Messe im Rund der wieder freigelegten St. Antonius Kirche. Im Anschluss daran wird bei Kaffee & Kuchen munter geklönt, von alten Zeiten erzählt damit die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät . Zu dieser Veranstaltung sind alle ehemaligen Wahner, deren Angehörige und alle interessierten Bürger und Bürgerinnen jeden Alters stets herzlich willkommen.

 


 

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  1. Pättkesfahrer im ehemaligen Altarraum der Kirche

  2. Der Grundriss der St. Antonius Kirche von Wahn

 

Wilhelm Maßbaum zeigt die Größe des Ortes 



 

Am 22. Mai hatten die Organisatoren der beliebten Pättkesfahrten zur 1. Fahrt in diesem Jahr eingeladen. Das Ziel war Kluse. Doch es hat wohl am Wetter, besser gesagt, an dem wolkenverhangenem Himmel und den Unwetterwarnungen, die ständig über den Äther kamen, gelegen, dass um 14:00 Uhr nur 17 statt wie sonst üblich 40 - 50 Heimatfreunde an der Autobahnmeisterei eintrafen. Bernd Behrens grüßte die Radler, gemeinsam rollten sie weiter durch Feld und Wald nach Kluse, wo sie von Heinz Liesen, dem 1. Vorsitzenden des örtlichen Schützenvereins sowie Hermann Borchers, dem Bürgermeister der Gemeinde, empfangen wurden. Nach kurzer Begrüßung nahmen alle an dem gedeckten Tisch Platz und ließen sich Kaffee und Kuchen gut schmecken. Später erzählten Heinz Liesen und Hermann Borchers viel Interessantes und Wissenswertes über die Gemeinde und das Vereinsleben, zum Beispiel vom Sport- und Schützenverein, von den Aktivitäten der Landjugend und Vielem mehr. Mit viel Liebe stellte Bürgermeister Hermann Borchers das von der Gemeinde Kluse erworbene Wirtschafts- und Wohngebäude der Familie Lüken-Kaßen vor, dass mit einem hohen Kostenaufwand renoviert und heute von der Musikkapelle der Kluser Feuerwehr genutzt wird, aber gleichzeitig auch als Bahnhof der Gemeinde dient.

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Gegen 17:00 Uhr dankte das Pättkesfahrerteam den Gastgebern für die tollen Eindrücke die sie den Radlern vermittelt hatten. Alle heutigen Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren begeistert von den aufschlussreichen Ausführungen, und radelten zufrieden nach Hause.

 


Pättkesfahrt am 19. September

Auch heute standen wieder gut fünfzig Pättkesfahrer an den bekannten Treffpunkten bereit um miteinander einen vergnügten Nachmittag zu erleben.

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Das Ziel war die Betriebsstätte Raiffeisen Ems Vechte in Sustrum- Moor. Nach dem Kaffeetrinken erklärte Mitarbeiter Gerd Jürgens den interessierten Heimatfreunden den Betrieb und stellte die einzelnen Arbeitssparten vor. Die Raiffeisen Ems-Vechte geht aus der im Sommer 2012 erfolgten Fusion der Raiffeisenbank Emsland-Mitte eG und der Raiffeisen-Grenzland eG hervor. Die Genossenschaft, die zugleich das Bankgeschäft und das landwirtschaftliche Warengeschäft betreibt firmiert nach wie vor als Raiffeisenbank Emsland-Mitte eG. Der anteilmäßig größere Bereich des Warengeschäftes der Genossenschaft wird unter dem Namen Raiffeisen Ems-Vechte betrieben, welcher die beiden dominanten Flussläufe in der Region Emsland und Grafschaft Bentheim widerspiegelt.

Das Kerngeschäft der Raiffeisen Ems-Vechte konzentriert sich auf die Herstellung von qualitativ hochwertigen Misch- und Spezialfuttern und dessen Vertrieb unter den beiden bekannten Mischfuttermarken „Grenzland Ringfutter" und „Emskraft". Insgesamt werden rd. 500.000t Misch- und Spezialfutter in unseren drei hoch modernen Kraftfutterwerken in Klein-Berssen, Laar und Dörpen produziert und größtenteils an regional ansässige landwirtschaftliche Betriebe geliefert. Dabei erstreckt sich unser Produktsortiment über alle wichtigen Tiergattungen hinweg. Neben Schweinefutter, stellen wir in unseren Werken auch Rinder-, Broilermast-, Legehennen- Elterntier-, Puten- und Entenfutter her und zählen damit zum Vollsortimenter in der Branche. Die Produktion erfolgt seit vielen Jahren anhand  einschlägig bekannter Qualitätsmanagementsysteme wie z.B. QS, GMP+ und KAT.

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Alfons Robbe, der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Niederlangen e.V. bedankte sich bei Gerd Jürgens für seine detaillierten Ausführungen mit einem „guten Schluck".

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Dann radelte die Gruppe über einen kleinen Umweg zur Schutzhütte im Kapellenmoorgraben, wo Martin Czolbe in seiner Funktion als Grillmeister schon bereit stand. Das Grillfleisch brutzelte auf dem Rost. Das Wetter, welches anfangs nichts Gutes versprach, hatte sich im Laufe des Nachmittags gebessert, zeitweilig schien sogar die Sonne sodass die Radler in gemütlicher Runde draußen sitzen konnten und „proten", fachsimpeln und Ziele für die kommenden Touren im nächsten Jahr erdachten.


Die erste Pättkesfahrt am 5.7.2015 nach Emen

Als die 23 Pättkesfahrer am Sonntag zu ihrer Rundtour aufbrechen wollten, versprach der Himmel zunächst nichts Gutes. Gewitterwolken verdeckten die Sonne und der Wind streikte bei dieser fast unerträglichen Hitze, kein Lüftchen regte sich. Dabei hatten sich alle Radler nach den vergangenen Hundstagen eine richtig frische Brise gewünscht, die ihnen während der Fahrt nach Emen Abkühlung gebracht hätte. Mit nachdenklichen Minen schauten sie sich an, wägten berechtigte Für und Wider gegeneinander ab - sollen wir aufbrechen oder sollen wir es lassen? Schließlich, nach einigem Hin und Her entschieden sich die Verantwortlichen um Bernd Behrens für den Start. Mutig und voller Optimismus traten sie entschlossen in die Pedalen und radelten los. Wie zur Belohnung hellte der Himmel sich auf, die dunklen Wolken verzogen sich und die Gruppe genoss eine kleine Pause an der Schleuse Hilter ehe der Weg sie weiter an der Ems entlang nach Emen, einem Ortsteil von Haren führte. Hier wurden sie schon von dem früheren Ortsvorsteher Bernhard Nie erwartet, der die Gruppe begrüßte und in das Dorfgemeinschaftshaus führte, das sich nach einer umfangreichen Fassaden- und Fenstersanierung wieder wind- und wetterfest präsentiert. Es steht den Emener Einwohnern für Zusammenkünfte offen und stärkt so ganz nebenbei das Gemeinschaftsgefühl der Dorfbewohner. Hier waren die Tische gedeckt, Kaffee und Kuchen stand bereit, alle Radler ließen sich es schmecken. Nach der verdienten Stärkung lauschten sie Bernhard Nie, der ihnen die spannende Geschichte des Ortes erzählte. Der Rückweg führte über die Harener Emsbrücke Richtung Landegge. An der historischen Grotte verweilten die Heimatfreunde und erfrischten sich mit sprudelnden Kaltgetränken, ehe sie zum gemeinsamen Tagesabschluss die Schutzhütte im Kapellenmoor ansteuerten. Bernd Behrens bedankte sich bei den mutigen Pedalrittern für das Mitmachen und lud alle Heimatfreunde zur nächsten Pättkesfahrt im September ein. Erst, als alles gesagt und getan war, meinte Petrus, jetzt ist es genug. Er schickte Regentropfen, die für alle eine wirkliche Abkühlung waren.

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7. September, auf zur 3. Pättkesfahrt

Heute war richtiges Radlerwetter, die Sonne schien, die Quecksilbersäule im Thermometer war gut platziert und der Wind machte Pause. 51 Pättkesfahrer machten sich auf den Weg zu Tischlermeister Günter Ahrens. In der großen Fertigungshalle standen Tische und Bänke, Anni Behrens hatte Kaffee gekocht, während Gerd und Andree Hagemann den Kuchen von der Bäckerei Uhlen verteilte. Wie immer schmeckte es allen besonders gut. Nach dem Kaffeetrinken stellte Günter Ahrens seinen Betrieb vor, erklärte und demonstrierte die Handgriffe, die es braucht, um einen Schrank zu bauen. Zwei Angestellte bedienten die Maschinen, die hierfür gebraucht wurden.Günter Ahrens (siehe Jahrbuch 2006, Seite 62) hat seinen Betrieb ab 2006 zunächst im Nebenerwerb, später hauptberuflich auf dem elterlichen Anwesen an der Kapellenmoorstraße geführt, ehe er sich 2012 im Industriegebiet an der Ottomeyer Straße ansiedelte. Heute führt er einen modernen Tischlereibetrieb mit 10 Angestellten. Das Auftragsbuch ist zufriedenstellend. Nach dieser interessanten Vorstellung radelten die Heimatfreunde zur Schutzhütte am Kapellenmoorgraben, wo Martin Czolbe bereits den Grill angeheizt hatte. Würstchen, Kotelette und Hähnchenfleisch warteten auf hungrige Abnehmer. In gemütlicher Runde schmeckte es allen Pedalrittern sehr gut. Bernd Behrens, der die jeweiligen Fahrten zusammenstellt, bedankte sich bei den Teilnehmern für die treue Beteiligung an allen angebotenen Pättkesfahrten und wünschte ihnen bis zum neuerlichen Auftakt im Mai 2015 alles Gute.

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Bildunterschrift An der Zuschneidemaschine

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Die Pättkesfahrer schauten aufmerksam zu

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Bernd Behrens(rechts) und Bernd Gebbeken (links) bedanken sich bei Karina & Günter Ahrens für die aufschlussreiche Vorführung

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Die Heimatfreunde lassen es sich schmecken


Pättkesfahrt am 6. Juli 2014

Wie ein Geschenk des Himmels schien an diesem Sonntag, nach tagelangem Dauerregen die Sonne vom fast wolkenlosen blauen Firmament. Für 48 treue Pättkesfahrer ein Grund mehr das Fahrrad startklar zu machen um sich pünktlich an den vereinbarten Treffpunkten einzufinden. Mit freudigem Hallo machten die Radler sich auf den Weg nach Altenberge. Ihr Ziel war die Büters-Mühle, die 1852 als zweistöckiger Galerie-Holländer aus Altenberger Ziegelsteinen „und mit einem Gange für jedes Mahlbedürftnis" errichtet wurde und in ihrer 162jährigen Geschichte gute, aber auch weniger erfreuliche Veränderungen verzeichnen konnte. 1855, so ist es in der Chronik festgehalten, hat die Königliche Landrostei an Abel Büter, der zudem Mitinhaber der Ziegelei war, die Erlaubnis für einen weiteren Mahl- sowie einen Graupengang erteilt. Viele Jahre hat die Mühle nicht nur für die Altenberger, sondern auch für die Lindloher und Fehndorfer Bauern das Korn gemahlen und blieb über drei Generationen im Familienbesitz. 1932, nach dem Tod des Enkels, Johann Heinrich Büter kauften die Gebrüder Josef und Gerhard Berens die gesamte Liegenschaft um die Mühle und sanierten sie von Grund auf. Bis 1959 wurde in der Altenberger Mühle das Getreide gemahlen, danach übernahmen sogenannte Großmühlen die anstrengende Arbeit. – Die alte, einst so prächtige Mühle verfiel nach und nach. Zuerst brachen die mächtigen Flügel ab und der gewaltige Sturm, der 1972 über das Emsland hinwegfegte, riss die Mühlenkappe hinweg, sodass der Torso nun ungeschützt, wie ein großer Trichter in der Landschaft stand. Efeu überwucherte den massiven Backsteinbau. Über ein Jahrzehnt gab es ein Tauziehen um den Fortbestand der einst so stolzen Windmühle. Die kühnen Pläne scheiterten immer wieder an den scheinbar immensen Kosten. Bildquelle $bilddatei

Doch der ortsansässige Gartenbauunternehmer Friedhelm Horstmann hatte sich in die grün umrankte Ruine verliebt. Ihn hatte das historische Bauwerk fasziniert. Er kaufte die heruntergekommene Mühle und begann mit der umfangreichen Renovierung. Nach und nach konnte Horstmann seinen mutigen Plan verwirklichen. Das verwüstete Umfeld verwandelte er in einen wunderschönen Park mit einem großen Schwimmteich, überall laden urig gestaltete Sitzgruppen zu einem gemütlichen Plausch ein. Die Anlage, die in der Regel ausschließlich privat genutzt wird, strahlt eine wohltuende Ruhe aus, die die Pättkesfahrer an diesem Sonntag nach der verdienten Kaffeepause ausgiebig genießen konnten.

Der Heimweg führte über das Kapellenmoor, wo Bernd Behrens nach einer kurzen Rast allen Heimatfreunden zu Hause ein sicheres Ankommen wünschte.


 Die erste Pättkesfahrt am 4.5.2014 nach Steinbild 

 Die Neerlangener Pättkesfahrer sind wirklich ein sehr verlässliches Team. Obwohl an diesem 4. Mai gleichzeitig verschiedene Veranstaltungen anstanden, fanden sich dennoch 38 Radler ein, um sich gemeinsam auf den Weg zu machen. In Niederlangen und Niederlangen-Siedlung starteten die Pedalritter gleichzeitig und trafen sich pünktlich zur ersten Rast bei der Autobahnmeisterei, hinter der Autobahnbrücke. Nach einer kurzen Verschnaufpause sowie einer flüssigen Stärkung radelten sie dann weiter nach Steinbild, wo sie von Hermann Borchers, dem Bürgermeister des Ortes, im „Niedersachsenhaus" freudig empfangen wurden. Er begrüßte seine Gäste und führte sie symbolisch durch den Ort, bei Sport und Politik wurde ein wenig verweilt, ehe er die Geschichte des neu errichteten Niedersachsenhaus erzählte. Es ist in der Nähe des Steinbilder Ortskerns aufgebaut und wird vor allem von den Vereinen, Verbänden und Gruppen des Ortes gerne als Treffpunkt genutzt. Auch zu Hochzeits- und Geburtstagsfeiern ist es ein willkommener Raum, dessen Wände ganz sicher schon die eine oder andere Kuriosität berichten könnten.

Als Baumaterial, so Borchers, diente das Gebinde eines alten Gebäudes, dass wir von dem Oberlangener Heinrich Winkel erwerben konnten. Es wurde von einem ausgewählten Arbeitsteam des Landkreises Emsland abgetragen und hier wieder errichtet.

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Neben dem großen Festsaal , in dem heute für die Pättkesfahrer die Tische liebevoll von Anni Behrens, Annegret Hüntelmann, Gerd und Andy Hagemann gedeckt waren, hat es neben einer geräumigen Küche und sanitären Anlagen auch noch kleinere Räume, in denen es sich gemütlich tagen und proten lässt.

Nach dem informativen Kaffeetrinken führte uns der Bürgermeister in die alte Pfarrkirche St. Georg, die vor 500 Jahren am Ufer der Ems errichtet wurde. Es ist ein wunderschönes Gotteshaus, dem man die 5 Jahrhunderte nicht ansieht. In der Kirche steht eine alte Madonnenstatur, vor der immer eine schöne Marienkerze, gestiftet von der Handarbeitsgruppe der kfd Steinbild, steht. Die Küsterin sorgt für frische Blumen. Es ist die Madonna der Bildquelle $bilddateiFahrensleute, die, so sagen alte Überlieferungen, ab 1885 auf einem Mauervorsprung an der Südseite der Kirche, also zur Ems hin, gestanden hat. Der Volksmund sagt, dieses Bildnis sei eine Gabe der Harener Schifffahrtsleute gewesen. Sie haben in diesem Bild Maria als ihre Schutzpatronin verehrt, mit dem Schiffshorn wurde sie gegrüßt, die Schiffer haben zu ihr gebetet und auch Marienlieder gesungen. Dass bis in die heutige Zeit hinein über dieses Bildnis gesprochen wird, ist ein sicheres Zeichen dafür, dass es in der Frömmigkeitsgeschichte dieser Gegend einen überaus wichtigen Platz hat. Aber auch heute hat die Madonna der Fahrensleute noch einen festen Platz in den Herzen der Menschen. Mit älteren Menschen kommt man sehr schnell in ein lebhaftes Gespräch über das Gnadenbild.

Bernd Behrens, der Initiator der Pättkesfahrten, bedankte sich bei Bürgermeister Hermann Borchers für die freundliche Aufnahme, zum Dank überreichte er ihm das Buch „Vom Moor zum Dorf", das 1996, aus Anlass des 50jährigen Bestehens von Niederlangen-Siedlung, herausgegeben wurde. Als Gegengabe erhielt Bernd die Festschrift zum 500. Geburtstag von St.Georg.

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Auf dem Heimweg machten die Pättkesfahrer noch einmal Rast. In dem Unterstand beim Lagerplatz des Bauhofes – zwischen Sustrum und Niederlangen gelegen – verabschiedeten sie sich mit einem zünftigen Umtrunk voneinander und wünschten sich gegenseitig ein sicheres Ankommen.

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Am 1. September 2013 startete die dritte Pättkesfahrt in diesem Jahr. Bei trockenem Wetter und zeitweiligem Rückenwind machten sich 50 Radler auf den Weg; ihr heutiges Ziel war der Pony- und Ferienhof Gerdes an der Heerstraße in Oberlangen. In der großen Halle waren die Tische für die hungrigen Ankömmlinge bereits gedeckt, Uhlens guter Kirschkuchen sowie der Bienenstich standen einladend auf dem Tisch, der Kaffee duftete. Der Chef, Jürgen Gerdes, freute sich über den Besuch aus der „Nachbarschaft“ und begrüßte die Niederlangener Heimatfreunde sehr herzlich. 17 Jahre betreibt er nun diesen Hof, die Arbeit, so seine Aussage, ist nur im Team zu bewältigen, besonders wichtig ist natürlich auch die  Zusammenarbeit mit den umliegenden Pferdehöfen. Nach einer informativen Einführung in die Geschichte des Ponyhofes ließ er die Gäste Pferdeluft schnuppern. Bei einem Rundgang erklärte Jürgen Gerdes die Anlage und beantwortete Fragen, die die Pättkesfahrer stellten. Besonderen Zuspruch bekam Seppel, ein kleiner Alpakahengst, der sich willig sein flauschiges Fell streicheln ließ, nachdem er brav seine kleinen Kunststücke vorgeführt hatte.

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Zum Schluss gruppierten sich die Pättkesfahrer um Jürgen Gerdes mit seiner buntgescheckten Stute Pipi, und posierten für ein Gruppenfoto. 

Gut gestärkt radelten sie dann zur Schutzhütte am Kapellenmoorgraben, wo Grillmeister Martin Czolbe schon den Grill angezündet hatte. Kotelett, Geflügel und Bratwürste fanden reißenden Absatz. Bei ausgelassener Stimmung ging die diesjährige Pättkessaison zu Ende.   


Pättkesfahrt am 7.Juli 2013

Heute radeln 41 Pättkesfahrer bei schönstem Sommerwetter über das Kapellenmoor nach Oberlangen, weiter nach Hilter und Kathen-Frakel, wo sie schon von Bernhard Theisling an seinen Fischteichen erwartet werden. Die Hochsommertemperaturen erfordern zunächst mit gut gekühlten Getränken ein zünftiges Löschen, danach schmecken Kaffee und Kuchen umso besser. Im Anschluss erklärt Bernhard Theisling seinen Betrieb und die Anlage. Die Heimatfreunde können die Fischteiche besichtigen und den einen oder anderen dicken Brocken erspähen. Weil Ulrike, die Schriftführerin unseres Vereins, heute Geburtstag hat, ist es beschlossene Sache auf dem Rückweg einen kleinen Umweg über Lathen nach Niederlangen zu machen. Wir Pättkesfahrer lassen uns es nicht nehmen, sie mit einem schönen Blumenstrauß und einem gekonnten Ständchen zu überraschen. Unser „Überfall" ist gelungen. Ulrike freut sich sehr über den unverhofften Besuch und belohnt uns mit einem kräftigen Schluck „Wanner Mann". Anschließend radeln wir weiter über Oberlangen zur Schutzhütte am Kapellenmoorgraben. Hier können wir uns ausruhen und in gemütlicher Runde den wunderschönen Sonntag Revue passieren lassen.

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 rechtes Foto: Die Heimatfreunde gratulieren Ulrike zum Geburtstag


Pättkesfahrt am 2. Juni 2013

Zum Auftakt der diesjährigen Pättkesfahrten schien die Sonne vom nahezu wolkenlosen blauen Himmel, der Wind blies kräftig, manchmal auch von vorne, sodass die Radler feste in die Pedale treten mussten. Treffpunkt für alle war die Mariengrotte an der Ecke Birkenweg und Lindenstraße. Hier begrüßte Heinrich Schwarte die Heimatfreunde und wünschte allen einen schönen, vor Bildquelle $bilddateiallem aber einen gefahrlosen Nachmittag. Anschließend übernahm Bernd Behrens, der Organisator der Pättkesfahrten, die Regie. Auf sicherem Weg führte er die Pättkesfahrer nach Landegge. Auf dem Rastplatz an der dortigen Kapelle hatten Alfons Robbe und Anni Behrens schon alles für die Pedalritter gerichtet. Der Kaffee duftete, der Kuchen wartete auf hungrige Mäuler. In munterer Runde ließen sie es sich schmecken.

Bernd Carsten Hiebing, gebürtiger Landegger und  Mitglied im Niedersächsischen Landtag hatte sich an diesem Nachmittag für die Niederlangener Heimatfreunde Zeit genommen.  In lockerer Runde erzählte er Landegges Geschichte, die gleichermaßen spannend, aufschlussreich und interessant ist. Der Rundgang begann in der alten Kapelle und führte dann weiter über den Historischen Weg, der in jüngerer Zeit auf Grund der  alten Überlieferung angelegt wurde. Die alten Spuren ließen die Entstehung und das Leben in der Region erahnen, Für die heimischen Zuhörer weckten die Ausführungen so manche Kindheitserinnerung. An der Schutzhütte endete der harmonische Sonntag, an dem 32 Heimatfreunde teilgenommen hatten.


 Grillmeister Heini&Bernd

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Impressionen von der Pättkesfahrt 2006 nach Dörpen